Befürworter einer Sanierung des Schlaun sind jetzt gefordert

Nachdem sich Eltern, Schülervertreter*innen sowie Schulleitung und Vertreter*innen des Kollegiums des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums gegen eine mögliche Verlagerung der Schule und für eine Sanierung am bisherigen Standort ausgesprochen haben, sieht die SPD-Ratsfraktion nun die Befürworter einer Sanierung in der Pflicht: „Unsere Idee einer Verlagerung des Schlaun samt Argumenten dafür steht nach wie vor im Raum. Es ist aber nicht geklärt, ob und wie ein Verbleib am Standort in der Innenstadt und eine Sanierung im Bestand erfolgen können“, so Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion.

Diese Frage müsse jetzt dringend beantwortet werden, schließlich müssten nach Aussagen der Verwaltung über 20 Millionen Euro in die Sanierung der Schule investiert werden. „Eine Sanierung wird eine lange Bauphase von mindestens sechs Jahren mit sich bringen. Das bedeutet Lärm, Dreck, wechselnde Räumlichkeiten und damit eine enorme Belastung für Schülerinnen und Schüler und Kollegium. Es geht eben nicht nur um eine Fassadensanierung, sondern um einen Teilabriss!“, macht die SPD-Politikerin deutlich. „Wenn sich die Gegner in ihrer Kritik an einer Verlagerung einig sind, dann sollten sie jetzt auch sagen, wie sich eine so erhebliche Beeinträchtigung des Schullebens verantworten lässt, aber auch, wie ein zukunftsfähiges Gymnasium auf der bisherigen Fläche entstehen kann. Schließlich sind ein Ausbau der Schule und ein bedarfsgerechtes Raumprogramm kaum möglich.“

Zudem müsse geklärt werden, wie eine solche Sanierung ohne Provisorien erfolgen solle, die ja der zuständige Schuldezernent Paal zuletzt aufgrund der hohen Kosten ausgeschlossen habe. „Die Argumente pro und contra einer Verlagerung bzw. einer Sanierung müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. ‚Kein Plan‘, wie es Frau Stähler von der CDU-Fraktion noch vor einigen Tagen formulierte, hilft da nicht weiter. Was wir brauchen ist eine ehrliche Diskussion über die Zukunft des Schlaun“, macht Doris Feldmann deutlich.

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