„Seenotrettung ist eine Pflicht. Mit der Teilnahme Münsters am Bundesprogramm „Neustart im Team“ (NesT) wird kein einziger Geflüchteter zusätzlich in Münster aufgenommen, sondern lediglich die Gesamtverantwortung auf wenige Freiwillige übertragen“, kommentiert die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion die Unterstützung der Stadt des Pilotprogrammes.

„Unsere Stadt hat eine lange Tradition humanitärer Geflüchtetenpolitik und sollte sich endlich ihrer Verantwortung für die Geflüchteten stellen, wie es bereits viele andere Städte getan haben!“

Sozialpolitikerin Maria Winkel
Maria Winkel, Sozialpolitikerin

„Uns als SPD-Fraktion geht es aber um die freiwillige Aufnahme Geflüchteter in Münster, wie sie immer wieder von der Initiative Seebrücke gefordert wird. Wir haben daher bereits wiederholt – zuletzt in der Ratssitzung im Mai diesen Jahres- beantragt, dass Münster aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender aufnimmt. Leider bislang vergeblich“, erläutert Winkel die Position ihrer Fraktion. Bei dem nun angekündigten NesT-Programm gehe es jedoch lediglich um eine deutschlandweite Aufnahme von bis zu 500 Geflüchteten im Rahmen des europäischen Resettlement-Programms. Statt allein auf das lobenswerte Engagement von Freiwilligen zu setzen und ihnen die Verantwortung zu übertragen, müsse die Stadt in die Pflicht genommen werden. Die Sozialpolitikerin erneuert daher abermals die Forderung ihrer Fraktion, Münster zu einem sicheren Hafen zu erklären und sich an der freiwilligen Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten zu beteiligen. „Unsere Stadt hat eine lange Tradition humanitärer Geflüchtetenpolitik und sollte sich endlich ihrer Verantwortung für die Geflüchteten stellen, wie es bereits viele andere Städte getan haben!“, so Winkel.

Beitritt zum Bundesprogramm „NEST“: „Damit wird kein einziger Flüchtling zusätzlich in Münster aufgenommen“
Bildquelle: colourbox
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