Sarah Weiser, SPD-Europakandidatin für das Münsterland

„Nicht nur die Begehbarkeit von Gebäuden oder Straßen ist für Menschen mit Behinderungen wichtig, sondern auch die Barrierefreiheit bei Produkten des täglichen Umgangs wie Computern und Fernsehgeräten genauso wie bei Dienstleistungen wie dem Online-Banking, das für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit ist. Da ist es gut, dass dank des Europäischen Barrierefreiheitsgesetzes nun ein weiterer wichtiger Schritt im Sinne der Inklusion getan wird“, bewertet SPD-Ratsfrau Marianne Koch, Vorsitzende der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen (KIB). Auch Sarah Weiser, Europakandidatin der Münsteraner SPD, freut sich über die Verabschiedung der neuen Vorgaben für barrierefreie Güter und Dienstleistungen: „Rund 80 Millionen Europäerinnen und Europäer mit Behinderungen erleben jeden Tag unmittelbar Barrieren. Unser Ziel ist es, ihnen eine bestmögliche Teilhabe zu gewährleisten. Das Europäische Barrierefreiheitsgesetz liefert hierbei eine gute Unterstützung. Weitere Maßnahmen zur Umsetzung der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention bleiben notwendig.“

„Was nützt es, wenn man am Hauptbahnhof mit dem Rollstuhl in den Zug kommt, aber in Albachten und an anderen Bahnhaltepunkten nicht rausrollen kann?“

Sarah Weiser und Marianne Koch
Marianne Koch, Vorsitzende der Kommission zur Inklusion von Menschen mit Behinderung

Die neuen gesetzlichen Vorgaben sehen auch vor, dass zukünftig die barrierefreie öffentliche Beschaffung von e-Books oder Fernsehern gewährleistet sein muss. „Allerdings passt nicht zusammen, dass Fahrtickets für den ÖPNV nun bald überall online ohne Barrieren bestellt und bezahlt werden können, der Ein- und Ausstieg zum Zug oder Bus aber immer noch nicht vollständig barrierefrei möglich ist. Hier muss dringend nachgebessert werden! Was nützt es, wenn man am Hauptbahnhof mit dem Rollstuhl in den Zug kommt, aber in Albachten und an anderen Bahnhaltepunkten nicht rausrollen kann?“, so Koch und Weiser.

Ein weiterer wichtiger Schritt für Barrierefreiheit – in Europa und Münster
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