„Extrem kontraproduktiv“ findet Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, dass der Philologen-Verband „die Rückabwicklung der Inklusion“ als „Erfolg“ feiert. „Die von der Landesregierung verordnete Rolle rückwärts hilft niemandem. Wir müssen stattdessen die Weichen für das gemeinsame Lernen richtig stellen und Pädagoginnen und Pädagogen bestmöglich unterstützen, damit Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen eine uneingeschränkte Teilhabe ermöglicht wird“, so Feldmann.

„Auch wenn die schulische Inklusion ohne jeden Zweifel eine große Herausforderung darstellt, ist sie – auch angesichts der bisherigen Erfolge -jede Anstrengung wert.“

Ratsfrau Doris Feldmann

Münsters Gymnasien haben sich in der Vergangenheit bereits ausgesprochen engagiert dieser Aufgabe gestellt. „Wer nun bei einem so wichtigen schul- und gesellschaftspolitischen Thema die Gymnasien außen vor lassen will, hat nicht verstanden, um was es geht“, macht die Schulpolitikerin deutlich. Kinder mit und ohne Förderbedarf profitieren nach Überzeugung von Doris Feldmann gleichermaßen vom gemeinsamen Unterricht: „Zieldifferenter Unterricht, offene Lernsettings sowie individuelle Förderangebote helfen allen Kindern und Jugendlichen ihre Potenziale besser zu erkennen und weiterzuentwickeln.“ Messbar sei das insbesondere durch die Lernstandserhebungen: Gelungene Inklusion steigere eindeutig die Qualität von Bildung. Der Mehrwert der Inklusion sei daher immens groß. „Individuelle Förderung, Teilhabe und Wertschätzung der Verschiedenheit: Auch wenn die schulische Inklusion ohne jeden Zweifel eine große Herausforderung darstellt, ist sie – auch angesichts der bisherigen Erfolge -jede Anstrengung wert“, unterstreicht die SPD-Ratsfrau.

Inklusion: dranbleiben statt rückabwickeln
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