Der Arbeitskreis „Soziales“ der SPD-Ratsfraktion informierte sich kürzlich über die Arbeit von TAMAR MÜNSTERLAND, einem Angebot der Prostituierten- und Ausstiegsberatung, das es in Münster seit Frühjahr 2018 gibt und von der Evangelischen Familienhilfe in Westfalen getragen wird. Pfarrerin Birgit Reiche und Sozialarbeiterin Tanja Mesic stellten den SPD-Sozialpolitikerinnen und Sozialpolitikern ihre Arbeit in den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster vor. 

„Das Team von TAMAR bietet so auch diesen Frauen Beratung und Orientierung und leistet mit seinem umfassenden Hilfsangebot einen wertvollen Beitrag.“

Maria Winkel und Petra Seyfferth
Sozialpolitikerin Petra Seyfferth

Besonders von den zahlreichen positiven Ergebnissen des seit anderthalb Jahren in Münster agierenden Beratungsangebots zeigten sich die SPD-Sozialpolitikerinnen und Ratsfrauen Maria Winkel und Petra Seyfferth beeindruckt: „Bereits seit 2013 engagieren sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts „Marischa“ in Münster, um die Straßenprostituierten in ihrer Situation nicht alleine zu lassen und ihnen Hilfestellungen anzubieten. Das mobile Beratungsangebot TAMAR ergänzt dieses Projekt sinnvoll, indem hier explizit diejenigen Frauen angesprochen und beraten werden, die in Clubs, Bars, Appartements oder Wohnungen sexuelle Dienstleistungen anbieten. Das Team von TAMAR bietet so auch diesen Frauen Beratung und Orientierung und leistet mit seinem umfassenden Hilfsangebot einen wertvollen Beitrag.“ Gemeinsam mit den Vertreterinnen der Beratungsstelle sprachen sie über verschiedene Hilfsangebote, wie den „Beratungsbullis“ mit dessen Hilfe die Sozialarbeiterinnen aktiv Kontakt zu den betreffenden Frauen suchen und diese zu sozialen, rechtlichen, beruflichen und medizinischen Fragen beraten. „Auch die Entwicklung von neuen Lebensperspektiven außerhalb der Prostitution ist Bestandteil der Beratungsarbeit. Im Mittelpunkt steht stets die individuelle Bedarfslage der Frauen“, so Maria Winkel, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, zu den Hintergründen des Tätigkeitsspektrums von TAMAR. Ebenso diskutierten sie über Veränderungen, die sich durch die Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes im Juli 2017 ergeben haben, und sprachen sich für weitere Begleitung und Unterstützung des Projektes aus. 

sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
SPD im Dialog mit Tamar Münsterland
Foto: pixabay
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