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„Die Corona-Krise hat an Münsters Schulen schonungslos offengelegt, wo es bei der Digitalisierung hakt“, stellt Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion fest. „Die Erkenntnis, dass man für das digitale Lernen auch Tablets oder Laptops braucht, ist leider sehr spät angekommen.“

„Die Stadtelternschaft hat sich stets konstruktiv um Lösungen bemüht und rechtzeitig auf Probleme hingewiesen.“

SPD-Schulpolitikerin Doris Feldmann

Der Stadtelternschaft aber nun den Vorwurf zu machen, durch ihre Anfrage beim Schulministerium den digitalen Fortschritt zu behindern, ist aus Sicht von Feldmann nicht zielführend: „Die Stadtelternschaft hat sich stets konstruktiv um Lösungen bemüht und rechtzeitig auf Probleme hingewiesen. Es steht einer Stadtelternschaft sehr gut zu Gesicht, sich auch um die Belange derjenigen Eltern zu kümmern, die eine Summe von 440 – 617 Euro für ein digitales Endgerät eben nicht problemlos finanziell stemmen können.“ Bereits im Sommer habe auch die SPD-Ratsfraktion davor gewarnt, dass immer mehr Schulen in Münster Digitalisierungskonzepte auf Grundlage unzulässiger Schulkonferenzbeschlüsse aufbauten.

„Eindringlich haben wir die Verwaltung aufgefordert, ein derartiges Vorhaben zu unterbinden. Eltern fühlen sich unter Druck gesetzt – die Problemanzeigen sind sehr eindeutig. Oft wird Eltern erst später bewusst, dass die angeschafften Geräte nicht mehr uneingeschränkt auch privat nutzbar sind.“ 

Die Digitalisierung an Münsters Schulen wird man nach Überzeugung von Feldmann nicht mit rechtswidrigen Schulkonferenzbeschlüssen voranbringen, sondern nur in gemeinsamer Verantwortung: „Die Stadt darf Schulen nicht länger alleine lassen und muss insbesondere Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwächeren Familien mit Leihgeräten ausstatten.“ 

SPD: Stadtelternschaft behindert digitalen Fortschritt an Schulen nicht
Foto: SPD Münster